Was bringt ein Hörgerät?

Um eine Schwerhörigkeit zu behandeln bleibt sehr oft das Hörgerät übrig. Für viele Leute ist ein Hörgerät ein einfacher Verstärker der alles lauter macht. Das ist es jedoch nicht ein modernes Hörgerät ist viel mehr.

Hörgerät / hearing aidDie modernen Hörgeräte haben neben den Verstärkungsfunktionen auch Filterfunktionen. Mit denen filtern sie den Störlärm, wie Strassengeräusch. Umgebungsrauschen heraus. Dadurch wird das gesprochene Wort viel deutlicher.

Zudem hat das moderne Hörgerät eine automatische Lautstärkeregelung. Diese passt sich der Umgebung an. Wenn der Umgebungslärm hoch ist, begrenzt das Hörgerät die Hörreichweite, damit der Patient die Personen in der unmittelbaren Nähe besser hören kann.

Heutzutage sind die Hörgeräte viel kleiner geworden. Sie können relativ unauffällig hinter oder in den Ohren getragen werden. Bei den meisten Hörgeräten muss der Patient auch nichts mehr machen. Die Einstellungen werden vollautomatisch gemacht.

Was hinter einem Hörgerät steckt und wie es arbeitet zeigen wir an folgenden wichtigen Funktionen:

Verstärkung:

Audiogramm In unsermem Beispiel nehmen wir an der Patient hat folgende Hörkurve.

Er hat ein sehr verbreitetes Symton, das er die hohen töne nicht hört

Bei den alten 1-Kanalhörgeräten (waren bis zu 1980) verbreitet musste ein Kopromiss geschlossen werden. Da man nur 1 Kanal hatte wurde der auf einen Mittelwert eingestellt. Das heisst der Patient hörte die tiefen Töne zu laut und die hohen töne leise.
Bei den 3-Kanäligen Hörgeräten, kann bereits die Verstärkung bei den tiefen, mittleren und hohen Töne verschieden eingestellt werden. Diese Technologie wird immer noch in den analogen Hörgeräten verwendet. Und ist auch heute noch bestandteil der billigeren Hörgeräte.
Das 12-Kanal-Hörgerät kam mit der Digitaltechnik auf. Der Vorteil dabei liegt, auf 12 verschiedenen Frequenzbändern eine andere Verstärkung eingestellt werden kann. Dies ist die heute am verbreiteste Verarbeitungsmethode.

Es gibt bereits schon 24 Bändige oder noch mehr Bändige Hörgeräte.

Je mehr Bänder das Hörgerät hat desto exakter kann das Hörgerät auf den Hörverlust des Patienten eingestellt werden.

Das wichtigste ist, dass die Hörgeräte nur einen Frequenzbereich von 150 Hz bis etwa 6 (die besseren bis 8 kHz) verarbeiten. Deshalb hat der Hörgeräteträger am Anfang das Gefühl, dass derTon einweing anders klingt.

Limitierung des Schalls

Die modernen Hörgeräte einem auch noch einen Limmiter eingebaut. Dies dient zum Schutz des Gehörs. Bei welcher Lautstärke der Schall limitiert wird hängt je nach Hörverlust des Patienten ab. bei leicht bis mittelgradigen Schwerhörigen kann die Limite bei 100 db - 120db anfangen. währen bei anderen die Limite auf 140 db festgesetzt wird. Je tiefer die Limite ist desto schonender ist es fürs Gehör. Meisst liegt die limite leicht unter der Unbehaglichkeitsgrenze.

Störlärmunterdrückung

Eine weitere wichtige Funktion bei einem normalen Hörgerät ist die automatische Störlärmerkennung und Unterdrückung. Die funktioniert folgendenmasen:
Der Hörgeräteträger ist auf einer Party und möchte mit seinem Kollegen sprechen. Da auf dieser Party auch sehr viele anderen Personen und auch diverse andere Geräusche sind. Würde der Hörgeräteträger nur einen Brei hören und den Gesprächspartner nicht verstehen.

Das Hörgerät schaltet (bei den modernen automatisch) in den "Party-Modus". Bei anderen Geräten kann der Träger dies per Tastendruck erledigen. Dabei wird vor allem der nache Bereich vor ihm verstärkt. Der weiter und hintere Bereich wird dann herausgefiltert.

Hingenen wenn die Umgebung sehr leise ist, dann wird dieser Modus nicht benötigt. Das Hörgerät stellt sich in den Normalmodus ein. Bzw. der Patienent kann dies ebenfalls per Knopfdruck erledigen. Dabei kann er jedes Gespräch auch in einer weiteren Distanz fürhen. Ein leicht bis mittelgradig Schwerhöriger kann mit dem Hörgerät sogar wieder ein Gespräch in der Entfernung von 10 m Verstehen.

Diese Beispiele zeigen, dass ein Hörgerät auch bei leichten Hörverlusten sehr hilfreich sein kann. Deshalb sollte man unbedingt bei Hörproblemen einen HNO aufsuchen, und gegebenenfalls eine Hörhilfe testen.